Mailand
Das Expo-gelände
Das Ausstellungsgelände Rho-Pero
Die Expo wird auf einem 1,7 Millionen qm großen Ausstellungsgelände im Nordwesten Mailands stattfinden, das zum Teil zu den Gemeinden Pero und Rho gehört.
Ein Teil dieses Geländes war bis Mitte des vorigen Jahrhunderts mit Industriehallen und Werksgeb?uden bebaut, wogegen auf der übrigen, landwirtschaftlich genutzten Fläche Zug um Zug Infrastrukturen sowie Nebengebäude der Stadtverwaltung entstanden.
Mit dem Bau des neuen Messepols Mailand, der nach einem Projekt des Architekten Massimiliano Fuksas realisiert wurde, wurde ein Prozeß der Sanierung und Neugestaltung eingeleitet, der dem gesamten Gelände aufgrund der hohen ästhetischen Qualität des Projekts sowie des der Messe eigenen Stellenwertes sowie durch den Abriß oder die Umsiedlung der Industrieanlagen und die neue Bestimmung der einstmals för die Landwirtschaft genutzten Flächen ein von Grund auf neues Bild verleiht.
Im Zuge der neuen Nutzung dieses Gebietes entstand ein eigens studiertes Netz der sich gegenseitig ergänzenden Infrastrukturen:
Die Linie 1 der Mailänder U-Bahn (Metropolitana), die das Gelände mit dem Netz der öffentlichen Verkehrsmittel verbindet, mit großen Parkplätzen / Parkhäusern an der UBahnstation Molino Dorino sowie auf dem Messegelände selbst.
3 Autobahnteilstrecken (A4 Turin - Mailand — Venedig, A8/A9 Mailand - Como - Chiasso und Mailand - Varese, Umgehungsstraße West), die in Richtung Süden in die A1 Mailand — Rom — Neapel übergehen; um den Lokalverkehr zu entlasten, wurden för den Transit- und Mess eve r kehr dedizierte Zufa h r te st raßen und Parkplätze / Parkhäuser angelegt.
Schnellzugverbindung, mit einer geplanten Station am Osttor des neuen Messegeländes, die gleichzeitig als Haltestelle der beiden regionalen Linien dienen wird, welche den Anschluß an das U-Bahnnetz der Stadt Mailand gewährleisten.
Durch die besondere geografische Lage des Geländes mit gleicher Entfernung zu den Flughäfen Linate, Malpensa und Orio al Serio ist eine optimale Verbindung mit den Netz der Mailänder Flughäfen gegeben.
Vom Aspekt des Landschaftsbildes aus betrachtet, liegt das Gelände in unmittelbarer Nähe mehrerer Stadtparks, wie dem Parco delle Groane, der WWF-Oase Vanzago, dem Parco Sud und dem Parco dei Fontanili; dazu kommen, im Nordwesten, der Parco delle Cave, der Parco di Trenno, Monte Stella und die Anlagen des Sportstadions San Siro.
Das Landschaftsbild ist durch die Präsenz zahlreicher altehrwürdiger Wohngebäude, Villen und Wohnpal?ste geprägt, wie sie in einem großen Teil in der gesamten Provinz Mailands zu sehen sind; dazu kommen mehre re weniger bekannte aber arc h i te k tonisch umso
interessantere Gebäude, wie das "Castellazzo" in Rho und das von Bollate, die Villa Litta in Lainate, die Villa Valera in Arese und die Villa Burba in Rho.
Schließlich laden mehrere interessante Strecken zum Besuch des Lago Maggiore, des Comersees sowie der Seen von Lugano und Varese ein, die als Natur- und Kulturreservate von internationalem Ruf gelten und in die Rahmenveranstaltungen der Expo einbezogen werden sollen (z.B. Villa Erba in Cernobbio).
WEITERE POTENTIELL NUTZBARE GELÄNDE
Unter den Gebäudekomplexen in unmittelbarer Nähe des Expo-geländes bietet sich ein 210 Ha großes, zur Gemeinde Arese gehöriges Gelände zur Aufnahme von Logistikstrukturen und Nebengebäuden an.
Dieses Gelände, das in unmittelbarer Nähe der Messe Rho-Pero liegt, wartet z. Zt. noch auf angemessene Lösungen zur definitiven Bestimmung.
Eine der Planungshypothesen, die z. Zt. von der Region Lombardei ausgewertet wird, sieht die Realisation eines Komplexes för innovative Technologien vor, die sich auf den Umweltund Gesundheitsschutz sowie insbesonders auf technische Lösungen zur Reduzierung der Gas - und Schadstoffemissionen im öffentlichen Verkehrswesen beziehen.
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