Mailand
Die Wasser - und Landwege
Die Wasser - und Landwege zur Expo
Die Stadt Mailand beabsichtigt, sich för einen wechselseitigen Austausch und eine aktive Kooperation zwischen der Expo und der Stadt einzusetzen, der von der Herausstellung der um- und neugestalteten Gebiete des Stadtbildes sowie von den Stätten von besonderem kulturellem Interesse ausgehen soll.
Dies bedeutet: Nicht nur eine Weltausstellung in der Weltstadt Mailand, sondern auch eine Weltstadt, die sich mit eigens geschaffenen Parcours zur Vorstellung der landschaftlichen und baulichen Attraktionen und mit Strecken zum Wandern und Entspannen ganz in den Dienst der Expo stellen wird.
Die Wasserläufe werden ein grundlegendes Element för zwei auf das Bild der Stadt Mailand bezogene Projekte sein. In diesem Zusammenarbeit sollen zwei jeweils ca. 20 km lange "Wasserwege" geschaffen werden, die vom alten Hafenbecken in der Innenstadt (Darsena) zum Expo-gelände führen und auf dem letzten Abschnitt, in der Nähe des externen Messegeländes, ineinander übergehen werden.
Beide auf der beiliegenden Karte zu sehenden Strecken werden dem Publikum zur Verfügung stehen. Angemessene Beleuchtungsanlagen, Multimediasysteme und zahlreiche Sonderaktivit?ten werden die Strecken auch abends beleben und sowohl die Mailänder als auch die Besucher der Expo anziehen.
Die Realisation beider Strecken wird auf Ausschreibungen fußen, die sich an Architekten und Landschaftsgestalter von internationalem Ruf richten werden. Sowohl die Planung als auch die Ausführung der Projekte soll vom einem aus Vertretern der Expo und der Stadt Mailand zu bildenden Ausschluß einheitlich koordiniert werden.
DIE "WASSERWEGE"
Wasser ist eines der charakteristischen Elemente und Ressourcen der Stadt Mailand und der Lombardei, dem sowohl in Hinsicht auf das Leben der Gemeinschaft als auch in Bezug auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung eine primäre Rolle zukommt.
Schon Leonardo da Vinci konzentrierte einen Großteil seiner Arbeit in Mailand und der Lombardei auf das Wasser und richtete sein Interesse auf die nahezu unbegrenzten Potentialit?ten, die dieses Element dem Menschen bei seinen verschiedensten Aktivitäten des Handels, der wissenschaftlichen Forschung, der alltäglichen Arbeit und der Verkehrsverbindungen an Hand gibt.
Der Wasser- und Wanderweg, der am Hafenbecken Darsena in der Innenstadt beginnen und am Expo-gelände enden soll. wird an den Dämmen vorbei und über den Naviglio- Kanal zu den historisch wichtigen Orten, durch die Parks und die sanierten Gegenden der Stadt führen. Dieser interessante Parcours soll durch Installationen belebt werden, die von Leonard geplanten und von zeitgenössischen Künst lern und Kunsthandwerkern realisierten Wasserbauwerke herausstellen sollen.
Es handelt sich um ein ehrgeiziges Projekt, das sich mit der Expo optimal integrieren und den Mailändern einen großen "grünen Gürtel" schenken wird, den die Stadt in nächster Zukunft nutzen kann.
DER "LANDWEG"
Eine dritte, an ein innova t i ves und umweltfreundliches Verkehrssystem angeschlossene Strecke wird vom alten Hafenbecken Darsena aus durch die Innenstadt bis zur Expo führen.
Diese Strecke wird eigens anläßlich der Expo angelegt. Sie soll die kulturell wichtigen Güter und Orte der Stadt sowie die sanierten und von international renommierten Architektur z. Zt. neu geplanten Viertel und Anlagen Mailands vo rstellen. Dieser Landweg wird den Park der römischen Basiliken, die U n i versit’t der Stadt Mailand, die Giardini Montanelli, das neue Bild des Viertels Garibaldi - Repubblica mit dem Stadtpark “Bibliote ca degli Alberi”, den Friedhof Cimitero Monumenta le, die "Dampffabrik" (Fabbrica del Vapore), den Friedensbogen (Arco della Pace) sowie den Parco Sempione mit dem Caste l lo Sforzesco einbeziehen, einstmals Ort der Weltausstellung 1906.
Anschließend wird der Weg zum ehemaligen Messegelände und zum angrenzenden Viertel Portello führen. Dieses Gelände wurde im Rahmen des Projekts Citylife saniert, eines der fortschrittlichsten und ehrgeizigsten unter den jüngsten Pro j e k ten der Gemeindeverwaltung,
das in Zusammenarbeit mit den Architekten Daniel Liebeskind, Arata Isozaki und Zaha Hadid realisiert werden konnte.
Von hier aus führt der Parco u rs am Gelände Poly technikum — Bovisa vorbei durch die Parks und die neu angelegten Gegenden im Außenbereich Mailands (Monte Stella, Hippodrom mit dem "Pferd von Leonardo" und dem Viertel des Sportstadions San Siro, dem Park von Trenno, dem "Wald in der Stadt") und endet schließlich am Ausstellungsgelände der Expo.